Lebenskünstler sind Menschen,
die nicht nur Zeit für das Notwendige,
sondern auch für das scheinbar Überflüssige haben.

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  • Die Dreistigkeit, andere für die eigene politische Apathie verantwortlich zu machen

    Manche Sorten von Mensch sind an Faulheit kaum zu übertreffen. Viele werden nun davon ausgehen, dass ich auf Hartz-IV-Schmarotzer oder Penner hinaus will, dies’ ist jedoch nicht der Fall. Zumindest nicht direkt, denn wer weiß schon, was die Zukunft ihnen bringt, wenn sie erst einmal aus der Schule raus sind. Wahrscheinlich nicht viel. Wahrscheinlich eine der oben genannten Zukunftsvisionen, doch bei dem Bildungsniveau, der Faulheit und der dazugehörigen anmaßenden Dreistigkeit, ist das dann auch kein Wunder, wenn sie in diesem Berufszweig landen.

    Ich spreche von der heutigen Jugend und deren Bildungsniveau. Vorab: ich stütze meine Aussagen auf einen Artikel des Bremer Weser-Kuriers zum Thema Politikmüdigkeit deutscher Jugend aufgrund verbal zu qualitativ hochwertigem Niveau und Fremdwörterquantität in sozialen Diskursen wie Gesprächen, Interviews und ähnlichen Gesprächsgefügen, welche ein Politiker in seiner individuellen Legislaturperiode zu absolvieren hat sowie die diffizilen Konstellationen aneinandergereihter Satzgefüge, die politische Berichterstattungen mit sich bringen.

    Wer diese Aussage nun fehlerfrei gelesen und auch verstanden hat: Herzlichen Glückwunsch. Du gehörst damit zur Elite Deutschlands, welche im Deutsch- und Politikunterricht der siebten bis zehnten Klasse aufgepasst und mitgemacht und die Inhalte auch verstanden hat.

    Ich gehe davon aus, dass der Plural der Rezipienten dieses Textes den Satz verstanden haben. Ich hoffe es zumindest, dass meine Leser belesen sind, sich für aktuelle und präteritale Politik interessieren und eine gewisse Schulbildung mit sich bringen. Und ich behaupte, dass meine Sätze nun nicht so enorm schwierig sind und recht wenig Fremdwörter enthalten. Wer es bis hierhin geschafft hat, bekommt ein doppeltes Herzlichen Glückwunsch.

    Zurück zum Artikel des Weser-Kuriers: die Schüler beklagen sich, dass ihre Politikverdrossenheit daran liege, dass sich die Politiker nicht jugend- konform mitteilen. Zu komplizierte Sätze, Überforderung durch Lesen und gleichzeitigem Wissen, welche Bedeutung ein Fremdwort hat sowie die Lesemüdigkeit durch Politikerfloskeln sind Gründe für die Interessenlosigkeit am politischen Geschehen. Weiter würden die Medien zu wenig tun, um diese politische Sprache in verständliches, leicht zu verstehendes und leicht zu lesendes Allgemeindeutsch zu verwandeln. Wozu sind Journalisten sonst da, wenn nicht für Übersetzungen vom hochwertigen Deutsch ins niederträchtige Deutsch, damit die Rezipienten es einfacher haben?
    Die Jugend verstünde (Achtung, lebe Leser: Konjunktiv – Konstruktion!) die Politik und ihre Funktionsweise einfach nicht, und das führe (!) zur allgemeinen Apathie. Im selben Absatz jedoch spricht der befragte Schüler schon einen Lösungsansatz an, ohne es anscheinend zu wissen. Er sagt, wenn man sich öfters mal alles reinziehe, dann ginge es halbwegs. Und dieser Satz, wenn er wirklich so gesagt wurde, zeugt von der absolut hohen Belesenheit und einem qualitativ ausgereiftem Bildungsniveau des Schülers. Er sollte sich vielleicht lieber Inhalte aus dem Politik- und Deutschbuch in sein Gehirn ziehen (durch das Lesen, zum Beispiel) anstatt das Koks durch die Nase (durch den 50€ – Schein, zum Beispiel). Im weiteren Text wird dann ein praktisches Beispiel angeführt: anstatt politisch korrekt ‘Arbeitslosengeld II’ zu benutzen, sollten die Politiker doch bitte lieber ‘Hartz IV’ sagen. Das verstünden auch Jugendliche. Arbeitslosengeld ist schließlich ein Fremdwort erster Klasse, das nur Akademiker nach zehn Jahren Studium verstehen.

    Ich analysiere daraufhin den drüber stehenden Artikel zur Einigung von Union und FDP, um zu schauen, ob sich Journalisten wirklich ausruhen und sich nicht darum bemühen, die Jugend als zukünftige Leser zu binden. Dazu ist zu sagen, dass man Quotationen keinesfalls abändern oder verlängern darf. Es gilt: ‘Geschrieben wie gesagt’, sodass hier der Spielraum der Journalisten recht beschränkt ist, Worte umzuformulieren und aus ihnen gebrauchsfähige Aussagen zu machen. Seltsam kurios und komisch zugleich ist, dass ich keinerlei Fremdwörter, Schachtelsätze oder sonstige Unstimmigkeiten finde – und der Artikel ist immerhin recht lang. Ich meine, Wörter wie ‘Koalition’, ‘Liberal’, ‘Kompromisse’ sind typische deutsche Wörter und keine hochgestochenen Fachbegriffe. Ich suche im Politikteil weiter nach Fremdwörtern…und finde: Nichts!

    Die Begriffe, die die Journalisten benutzen, um politische Vorgänge verständlich zu machen, sind einfach und leicht verständlich, so weit man im Laufe seiner Schulbildung einigermaßen aufgepasst hat. Und auch die Politiker benutzen allgemein gebräuchliche Wörter, halten das Niveau jedoch recht hoch. Sprächen unsere Politiker im Ghetto-Deutsch, wie es in der Jugend heute bekannterweise üblich ist, verlören sie viele Wähler. Ich vermute, dass die befragten Schüler der 27 Berliner Schulen (darunter sicher auch die Rütli-Schule) einfach von vorneherein kein Interesse an hochwertiger Bildung und dem daraus resultierenden persönlichen Niveau mitbringen. Wie der Schüler schon sagte: WENN man sich das reinziehen WÜRDE, würde man es auch verstehen. Er spricht im Konjunktiv und weiß das sicher nicht einmal – wir wir jedoch alle wissen umfasst der Konjunktiv die potenzielle Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer möglichen Situation in der Zukunft und diese Wahrscheinlichkeit geht bei diesem Schüler sowie seinen Mitschülern gegen Null. Das Problem des Desinteresses liegt also nicht an den sprachgewandten Politikern, sondern an den unbelesenen Schülern, die – um es auf ihrem Niveau zu sagen – einfach keinen Bock haben, sich damit auseinanderzusetzen. Faulheit rächt sich, andere jedoch dafür verantwortlich und schuldig zu machen, weil etwas nicht verstanden wird, ist dreist und unreif, spiegelt aber eigentlich nur Deutschlands jugendliche Einstellung zur Bildung wider (Stichwort: Pisa-Studie).

    Deswegen ist mein Appell,- liebe Politiker, benutzt weiter eure beruflich hochwertige Fachsprache, Fremdwörter, sowie Schachtelsätze, um die Jugend selbstständig zum lernen und verstehen zu animieren und motivieren (und zu zwingen). Dann kommt die Bildung von ganz alleine. Und wenn sie eben doch nicht kommt – der Versuch war es wert – dann sollen die Schüler doch weiterhin ihre BILDung BILDen lassen.

    Wiedersehen

    Menschen brauchen Trennungen, um sich beim Wiedersehen neu schätzen zu lernen.

    Ohne Worte

    “Du machst mich glücklich.”

    “Du inspirierst mich.”

    “Du bist gut, so wie du bist.”

    “Pass’ auf dich auf.”

    “Ich bin stolz auf dich.”

    “Ich will dich glücklich sehen.”

    “Enttäusch’ mich nicht.”

    “Ich glaube an Dich.”

    “Ich vermisse Dich.”

    Mehr braucht es nicht, um einer Person zu sagen,
    dass man sie liebt, sie schätzt, auf sie achtet und sich um sie sorgt.

    Hangover oder Als ob es das letzte Mal sei …

    Wir geben uns unserem Konsum hin, um maximalen Spaß zu erreichen.
    Und erreichen einen Punkt, an dem wir sagen, dass wir es nie wieder tun werden, weil dieser maximale Spaß künstlich war und dadurch Nebenwirkungen auftreten, die wir hassen.

    Wirklich?

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde einladen, im Glanz der Lichter,
    gewolltes Wirrwarr, immer dichter.
    Hände nach oben, dem Himmel entgegen,
    nach Höherem streben, die Musik loben,
    im Kreis der Mehrzahl, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde mitnehmen, in deine Welt,
    dem Feeling ergeben, Wodka bestellt.
    Im Kreise wenden, Leichtigkeit spüren,
    Alkohol fühlen, Begierde versenden,
    im Etat des Seins, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunden zuprosten, das Glas am Mund,
    Liebkosen, im Kopf die Villa Kunterbunt.
    Im Mittelpunkt stehen, Blicke aufsaugen,
    Wodka aussaufen, Emotionen sehen,
    im Gros der Nacht, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde einladen, zum Saufen kommen,
    Getränke absahnen, die Nacht begonnen.
    Zur Disco jumpen, Bekannte begrüßen,
    Vorsätze zu Füßen, Aus die Lampen,
    im Zug des Lebens, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde auslachen, Arme als Stütze,
    Helfer helfen, zu Füßen die Pfütze.
    Lallend springen, lachendes Schreien,
    Klo einweihen, nachhause bringen,
    im Morgen des Danach, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde erspähen, Hand am Kopf,
    Früchte ernten, der Wunsch nach dem Tropf.
    Nachtrevue, im Rückblick der Sturz,
    der Schlaf so kurz, der Tag so früh,
    im Dunst des Nebels, mittendrin.

    Als ob es das letzte Mal sei,
    Freunde motivieren, hinein ins Leben,
    Sinne verlieren, der Musik hingeben.
    Flaschen aufgepoppt, dem Suff ergeben,
    als ob es das letzte Mal sei,
    als ob.

    ;)

    Meine Meinung zu Christian Wulff

    Memento

    Es ist so schwer, sich einzugestehen,

    dass die Dinge, die man liebt
    und in seinem Herzen eingeschlossen hat,
    einen Weg gefunden haben,

    auszubrechen.

    Die Degradierung der Weiblichkeit durch die Kleidung

    Es ist ein gewisser Artikel, der mich zum Schreiben anregt. Dieser Artikel erschien in der NEON und handelt vom heutigen Kleidungsstil der Frauen und den Umstand, dass sie sich dadurch gesellschaftlich ins Abseits befördern.
    Den Inhalt dieses Artikels wird eigentlich schon von einer Aussage ganz zu Beginn des Artikels deutlich: Wir machen Mode für moderne Frauen, die ihre feminine Seite betonen wollen. Ihre Kollektionen seien eine Hommage an den weiblichen Körper, sagen die Designer. Über diesen Umstand lässt sich die Autorin des Artikels aus.

    Ich kann diese negative Einstellung gegenüber der neu erkannten Weiblichkeit nicht nachvollziehen, sondern finde es sehr ansprechend, dass die Frauen sich wieder femininer kleiden und das, was in den Stores hängt, sich an dieses Verhalten anpasst. Eine Frau muss eine Frau sein und darf das auch bitte zeigen, besonders neben ihrem (hoffentlich) männlichen Mann. Nicht umsonst fängt das Wort ‘Feminin’ mit einem ‘F’, und das Wort ‘Maskulin’ mit einem ‘M’ an. Es gibt inzwischen zwar ansprechende und hübsche Hosen für schlanke Frauen, diese verlieren ihre Attraktivität jedoch mit den falschen, meist flachen, abgelatschten Schuhen und weiten Tops.  Deswegen halte ich es für sinnvoll und richtig, wieder mehr Weiblichkeit durch Kleider, Röcke, hohe Absätze und weibliches Selbsbewusstsein in die Stores, in den Alltag und allgemein in die Frauen zu bringen.
    Dabei ist es meiner Meinung nach keinesfalls so, dass die Frauen sich damit in die präteritale Zeit zurückversetzen, sich und ihren Körper degradieren und ihre Stellung in der Gesellschaft disqualifizieren. Im Gegenteil – dieser gelebte und alltägliche Femininismus zeugt eher davon, dass sich die Frauen wieder bewusster in ihrem Körper bewegen. Sie fühlen sich wohler, wissen um ihre Reize und wie sie diese einsetzen, um Möglichkeiten auszuschöpfen. Schmale Bleistiftröcke, enge Blusen, Taillengürtel und hohe Schuhe stehen als Sinnbild für eine selbstbewusste Trägerin, die weiß, was sie erreichen will, Ziele hat und um ihr gutes Aussehen beneidet werden will. Sie identifiziert sich mit einer neu gewonnenen Attraktivität. Solche Kleidungsstücke, wie beispielsweise die umstrittenen halterlosen Strümpfe betonen schöne Beine und zeigen, dass die Trägerin im Jahr 2011 angekommen ist.
    Es ist im Gegensatz dazu überhaupt nicht 2011, diese Kleidung als ‘Uniform’ zu bezeichnen, die als Symbol für unterdrückte Frauen in den Fünfziger und Sechziger Jahren stand. In ihrem Artikel benutzt die Autorin das Wort ‘Schmuckstück’ als hübsch verpackte Beleidigung und betitelt die heutige Frauenwelt damit, was ich schade finde. Jede Frau, die etwas aus sich macht, über ihre Position in der Gesellschaft nachdenkt und sich weiblich verhält, ist ein Schmuckstück, – im positiven Sinne. Natürlich möchte sich der Mann mit seiner Frau schmücken, um neben seinen Kollegen besser dazustehen und natürlich erhält die Frau damit eine Rolle, die vielleicht an die Zeit der Sechziger erinnert. Aber warum eigentlich nicht? Die Frau als Accessoire des Mannes bei gleicher Entscheidungsberechtigung im Alltag ist doch eine schöne Vision, die jeden erkennen lässt, wer der Mann und wer die Frau ist. Leider verwischt das heutzutage recht häufig, was nicht nur an der gewählten Kleidung der Frauen liegt (Männer ziehen sich heutzutage doch meist recht männlich an), sondern auch an ihrer burschikosen Art und ihrem verbalen Ausdruck. Die Frau gilt als das schwache Geschlecht, der Mann als stark und wieso sollte man das heute nicht mehr in einer Beziehung zeigen dürfen?
    Es ist inzwischen keinesfalls mehr so, dass die Frau sich hinter dem Mann verstecken muss und Bleistiftrock, Blazer, halterlose Strümpfe und hohe Schuhe als niederschmetterndes Symbol dafür angesehen werden, dass die Frau nichts zu sagen hat. Die Generation der jungen Frauen, die diesen Kleidungsstil heutzutage verfolgt, weiß sicher nicht einmal, dass die Kleidung für die Unterdrückung der Frauen in den 50igern stand – und wieso sollten sie auch? Der Begriff der ‘Unterdrückung von Frauen’ ist soweit weg von ihnen – sie sind weder damit aufgewachsen, noch interessiert es sie. Sie wollen (und dürfen) ihre Weiblichkeit einfach zeigen und nutzen, und sollten eigentlich dadurch nicht in die Zeit zurückversetzt werden. Sie leben heute und geben dem damaligen Stil in der Gegenwart eine Chance, eine andere Bedeutung zu erlangen. Abgekehrt von der Unterdrückung, auf dem Weg zur neuen Weiblichkeit und Attraktivität!

    Die Emanzipation ist die eine Sache. Die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft ist die eine Sache. Die Frau, die dasselbe verdient und den gleichen gesellschaftlichen Stand genießt wie die Männer ist die eine Sache. Aber das Frauen Hosen tragen müssen, um in der Hierarchie nicht ganz unten zu landen, wie es im Artikel beschrieben wird, ist vollkommen falsch. Die Autorin widerspricht sich im Ganzen sowieso selber. Es ist fast schon paradox, dass sie einerseits die Mode der 60iger Jahre disqualifiziert und sich darüber aufregt, dass Frauen sich selbstständig gesellschaftlich aufgrund ihrer Kleidung abwerten und diese als Symbol dafür steht, dass die Frauen damals ‘uniformierte’ Sklaven waren, die keine eigene Meinung haben dürfen, andererseits gibt sie den Frauen so vor, was sie zu tragen haben und was nicht, um in der Gesellschaft heutzutage noch angesehen zu werden. Um also im Leben der Autorin nicht als Hierachie- Letzte zu gelten, hat sich die Frau demnach nicht weiblich zu kleiden, enge Kleidung und Bleistiftröcke (die im Übrigen auch sehr nach Karriere aussehen) sind tabu und die feminine Attraktivität, die sie mit diesen Kleidungsstücken erlangt, muss ihrer Meinung nach unterdrückt werden. Nur mit Hose hat die Frau also eine Chance, im Leben voranzukommen.

    Wenn die Frau sich schon nicht feminin, weiblich und attraktiv kleiden darf, dann müsste sie theoretisch auch die anderen Dinge der gelebten Emanzipation, die die Autorin vernachlässigt, in Kauf nehmen.

    In diesem Sinne:
    Werden wir doch alle Männer. Schneiden wir uns auf dem Kopf die Haare und lassen diese an anderen Körperstellen sprießen und wachsen und gedeihen. Beine zeigen ist ja eh nicht mehr.

    Es lebe die Emanzipation.

    Bitte nicht.

    Dezemberballade

    Es scheinen im Schein
    der Kerzen die Herzen.
    Gedankenversunken,
    mit Liebe betrunken,
    in die Tiefen der
    Melancholie gesunken
    und zwischen den Herzen
    funkeln die Funken.

    Es glitzert der Stern
    im Fall  des  Kristall.
    Herrlichkeiten,
    durch Flocken streifen,
    in der Magie
    der Romantik verweilen
    und der erstickten Melodie
    Ausdruck verleihen.

    Es klingen die Klänge
    im Reigen der Geigen.
    Besinnlichkeiten,
    über Saiten streichen,
    in das Lächeln
    der Töne weichen
    und das frohe Spiel
    der Glocken begreifen.

    Frohe Weihnachten im Kreise derer, die dich schätzen, dich lieben, dir vertrauen :)

    Vom Leben geschrieben III

    Gerade jetzt in der besinnlichen Weihnachtszeit kommen die Menschen näher zusammen, beschenken sich mit einem freundlichen Lächeln und strahlen vorwiegend eine gewisse Wärme aus. Heute in der Bahn auf dem Weg zum Bahnhof saß mir gegenüber ein älteres Ehepaar (um auch mal die Ehre der Rentner zu retten) ganz still vor sich hin. Ich habe mehr dem Gespräch des jungen Paares hinter mir gelauscht, doch irgendwann traf sich mein Blick mit dem des Senior vor mir und weiterhin still schweigend lächelten wir uns an. Unsere Blicke trennten sich wieder, ich horchte dem Gespräch weiter, er blickte seine Frau an.

    Als die Bahn dann hielt, waren wir drei inbegriff, aufzustehen. Ich ließ die beiden zuerst aufstehen, ehe ich mich auf den Weg zur Bahntür machte. Der nette Senior nickte mir zu, griff höflich an seinen Hut und sagte lächelnd: ‘Tschüß.’ Ich lächelte zurück und wünschte noch ‘Frohe Weihnachten’ zu meiner Verabschiedung.

    Es sind die kleinen Dinge, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern, und wenn es nur das freundliche Lächeln eines netten Seniors zur Weihnachtszeit ist.

    Glaubt mir. Und versucht das selber mal.

    Der Sinn des Lebens

    Der wichtigste Bestandteil im Leben ist der Inhalt und der sich daraus ergebende eigene Erfolg.

    Jeder Mensch braucht etwas Gehaltvolles, das ihn am Leben erhält und das Leben erst wirklich lebenswert macht. Man übernimmt damit gleichzeitig Verantwortung für sich selbst, für das eigene Tun und das eigene Leben, in welchem man sich befindet.

    Erfolg ist für einen Menschen sehr wichtig, und immer gepaart mit einer Mischung aus Glück, Anerkennung und Neid, sowie Stolz. Der Inhalt, der vorausgehend diesen Erfolg auslöst, ist meistens das, was dich am Leben erhält. Es ist genau der Inhalt, in dem du aufgehst, in dessen Aspekten du dich voll entfaltest und dich ausleben kannst. Und es sind genau diese Gründe, wieso du diesen Erfolg darin liebst und genießt. Der Erfolg gibt dir einen Sinn in dem, was du machst.

    Fast wichtiger als der eigene Erfolg ist jedoch der Stolz von den Personen, die du liebst und die  dir nahe stehen, wenn du den Erfolg erreicht hast. Es sind Menschen, die dich kennen und wissen, welche Bedeutung der individuelle Erfolg für dich hat und deren Meinung du sehr schätzst und diejenigen, die du im Umkehrschluss stolz machen möchtest mit dem, was du tust. Du selbst hegst in dir eine gewisse Angst davor, sie zu enttäuschen, denn du möchtest ihre Erwartungen mit deinen Erfolgen erfüllen, denn sie wissen, dass du gut darin bist und zweifeln nie an deinen Leistungen und deinem Können.

    Scheiterst du, sind sie trotzdem stolz auf dich und ermuntern dich, weiterzumachen, denn du hast es versucht und zweifelst du an deiner Entscheidung und an dem Sinn des Inhaltes, geben sie dir neuen Mut, weil sie bei einer Niederlage wissen, was dir wichtig ist und worin du dein eigenes Glück erfährst – in genau diesem Inhalt, der dir die Niederlage beschert hat.

    Der Sinn deines Lebens ist, es mit deinem Inhalt zu füllen.
    Dann kommt das Glück von ganz alleine.

    Und wenn dieser Inhalt fehlt, dann fehlt das Glück.