Denn man fällt schneller, als man steigt.

by VivaVivaldi

Denn man fällt schneller als man steigt – und je höher man steigt, desto härter wird der Fall. Größer wird die Enttäuschung und die Einsamkeit, kleiner die Gefahr der Besessenheit und Eitelkeit. Und je höher man ist und je tiefer man fällt, desto kleiner wird das, was dich hier hält.

Denn unten ist die Luft dichter als oben – und je höher man steigt, desto weniger Sauerstoff hat man zum Atmen. Sauerstoff ist ein paradoxer Stoff. Und je niedriger dieser Stoff ist, desto saurer wird man. Durch Druck. Aus Angst. Basierend darauf, dass jeder nach dir und deiner Kompetenz verlangt.

Denn unten schwimmen ist leichter als oben fliegen – und je tiefer man sinkt, desto einfacher schwimmt es sich. Schwimmen ist menschliche Natürlichkeit. Fliegen ist physische Begrenztheit. Kalte Dunkelheit gegen warmen Sonnenschein. Und je mehr man vor sich hin treibt, desto mehr vergisst du, was bei dir bleibt.

Denn wenn man unten ist, kann man nicht fallen – und je stärker man sich eingräbt, desto schwächer werden die Kräfte, um sich wieder auszugraben. Erde belebt nur dann, wenn man sich frei bewegen kann. Und je tiefer man liegt, desto mehr drückt die Erde, die über dich siegt.