Was geschieht in der Welt.

by VivaVivaldi

 

Freunde

 

Sie schauen nur dumm vor sich hin, ins Nichts, und trotzdem fühlt sie, dass sie sie bemitleiden. Rosa runde flauschige Köpfe strecken sich ihr entgegen, kleine süße Knopfaugen blicken sie verstört an, große Pfoten versuchen, sie zu befreien. Inmitten der um sie herum liegenden Kuscheltiere liegt sie da. Still, zart, zerbrechlich, nackt. Sie guckt in ihre Augen, ihre Gedanken kreisen und sie hört sich selbst, ihre eigene leise Stimme im Kopf. Sie singt. Sie singt das Lied, dass sie ihren Kuscheltieren immer vorsingt, ganz leise, damit sie neben ihr behütet jeden Abend einschlafen. Sie wünscht sich, dass sie schlafen, jedes mal versucht sie, sie ins Träumen zu singen, damit sie von Glückseligkeit und bunten Ponys träumen. Doch sie gucken nur dumm aus ihren runden kleinen und großen Knopfaugen. Es vergehen Minuten, gefühlte Stunden, gefühlte Tage, die eigentlich nicht vergehen wollen.

Zumindest für ihn.

Zumindest für die Minuten, die er auf ihr liegt. Er versenkt seine breiten haarigen Finger in ihr, erst einen, dann zwei, und sie schweigt und schluchzt und singt. Der nächste Griff ergreift ihre Brüste, die noch nicht da sind, nur zu erahnen, doch er findet sie auf dem zierlichen Körper und drückt zu. Die nächste Träne gleitet ihre Wange hinab, ins weiche Kopfkissen. Sie summt und schweigt, als er seinen harten Schwanz in sie versenkt. Ein Stoß, der zweite schon tiefer, der dritte lässt sie erschauern. Er stützt sich ab, auf ihr. Sein Gewicht belastet sie. Er stöhnt, stößt zu, stöhnt. Fickt sich in Ekstase, und spritzt in sie ab. Sein Körper ruht auf ihrem, schwer ist er und sie zittert. Sie zittert jedesmal. Sie zittert wenn es anfängt, wenn es aufhört, und dazwischen, wenn sie nur seine Stimme hört. Er lässt sie liegen. Sie weint, summt, singt und zieht sich die kuschelige, weiße Decke über ihren nackten, zitternden Körper. Ihre Kuscheltiere kommen näher, sie werden von ihren zierlichen Fingern herangezogen, jedes einzelne. Und sie ist ihnen nicht böse, weil sie nur dumm aus ihren rosa runden Köpfen mit den kleinen und großen Augen schauen. Sie ist ihnen nicht böse, denn sie weiß, sobald es vorbei ist, sind sie für sie da. Weich, flauschig, kuschelig. Bis zum nächsten Mal, wo sie wieder nur zuschauen. Sie müssen. Es bleibt ihnen keine andere Wahl.